„I am as deep as the world and as wide
as the sea and as far as the sky …“
(Regina Katharina Bolle)

 

Kurzform – mein beruflicher Werdegang

  • 2000 1. Staatsexamen für das Lehramt an Grundschulen, Universität Kassel
  • 2005 Staatsexamen zur Ergotherapeutin, Kassel
  • 2005 – 2012 freiberufl. Legasthenietherapeutin in Kooperation mit dem Jugendamt Kassel
  • 2006 – 2010 Ergotherapeutin (Teilzeit), HPZ St. Laurentius, Warburg
  • 2008 Diplom-Ergotherapeutin (FH), Diploma Fachhochschule Nordhessen, Kassel
  • 2008 Ausbildung in der Peter Hess®-Klangmassage, Peter Hess Institut (PHI), Gersfeld
  • 2009 Gründung der Praxis Einklang, Vellmar
  • 2011 Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie, Kassel
  • 2013 Abschluss zur Peter Hess®-Klangpädagogin, PHI, Gersfeld
  • 2016 Start des eigenen Aus- und Weiterbildungssystems Einklang-Klangmassage und Klangmethoden nach Regina Kathrin Bolle
  • 2018 pädagogische Betreuerin und guide in den Kaufunger SinnesGängen (Ehrenamt) Oberkaufungen
  • 2019 Objektbetreuerin („Küsterin“) der evanglischen Adventskirchengemeinde Niedervellmar (Teilzeit), Vellmar
  • seit 2019 Ausbildung zur nebenberuflichen Kirchenmusikerin, kmf, Schlüchtern

Diverse Weiterbildungen in Entspannungsverfahren (z.B. PMR, Autogenes Training, Entspannung mit Kindern)

Derzeitige Tätigkeiten:

  • Entspannungsangebote, psychologische Beratung und heilpraktische Psyschotherapie in eigener Praxis
  • Fachdozentin in der beruflichen Ausbildung von PhysiotherapeutInnen, Schulen Dr. Rohrbach, Kassel (bis 2015)
  • Fachdozentin in der akademischen Weiterbildung (Bachelor of Arts) von Medizinalfachberuflern (Therapeuten, Pflegekräfte u.a., mit den Fächern Pädagogik, Gesprächsführung und Clinical Reasoning), Diploma Fachhochschule Nordhessen, Kassel
  • Aufbau des eigenen Aus- und Weiterbildungssystems Einklang-Klangmassage und Klangmethoden nach Regina Kathrin Bolle (Arbeitsname)
  • Auftritte als Straßenmusikerin (handpan) in Vellmar, Kassel und Umgebung
  • pädagogische Betreuung und Durchführung von Gruppenführungen in den Kaufunger SinnesGängen
  • Betreuung und Pflege des Gemeindeshauses und der Adventskirche in Niedervellmar
  • Singen und Musizieren, so viel ich kann – in Chören und im Gesangunterricht, an Klavier, Orgel und Gitarre, Blockflöten, handpan und was sich noch dazugesellen mag

 

Lange Form – für alle, die Geschichten mögen

Ich erblickte in Göttingen das Licht der Welt. Als ich vier Jahre alt war, zogen meine Eltern mit mir und meiner Schwester nach Kassel, zwei Jahre später nach Vellmar an Kassels nördlichem Stadtrand. Als ich schon fast zwölf war, komplettierte mein Bruder als Dritter unser Geschwistertrio. Nach dem Abitur verbrachte ich zwei wundervolle Jahre bei einem Arbeitsaufenthalt in einem israelischen Kibbuz und kurz darauf noch einmal ein halbes Jahr in Ägypten auf der wunderschönen wüsten Halbinsel Sinai.

Ich und meine Instrumente

Ich und meine Instrumente

Wieder in Deutschland habe ich meinen ersten und einzigen Sohn geboren. Die Erfahrungen mit diesem kleinen Menschen ließen mich von meinem ursprünglichen Berufswunsch – Ärztin – Abstand nehmen. Statt dessen habe ich mich der Pädagogik zugewandt und ein Studium für das Lehramt an Grundschulen aufgenommen.

In den Jahren an der Universität Kassel habe ich viel gelernt, viele wichtige Erfahrungen gemacht und mich enorm weiterentwickelt. Das war nicht immer einfach und so habe ich mich über eine längere Zeit psychotherapeutisch begleiten lassen. Die Erkenntnisse, die ich in der Therapie gewonnen habe, möchte ich um nichts in der Welt missen.

Nach dem Studium absolvierte ich zwei Jahre Referendariat an einer Kasseler Verbundschule. Dort begegnete ich vielen unterschiedlichen Kindern: sehr schnellen Lernern, aber auch sehr langsamen, hochkreativen Kinder, die aber nicht ein Wort korrekt zu Papier bringen konnten, Unaufmerksamen und Zappeligen sowie Schüchternen und Ängstlichen … Bald wusste ich nicht mehr, wie ich all diesen jungen Menschen mit ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen in einem gemeinsamen Unterricht gerecht werden sollte. Vor allem diejenigen, die links und rechts aus der Norm herausfielen und dringend Hilfe brauchten, konnte ich nicht auffangen.

Berufliche Neuorientierung – von der Pädagogik zur Therapie

Daher entschied ich mich, beruflich noch einmal umzusatteln und Ergotherapeutin zu werden. Großer Dank geht an meine Eltern, die mir diesen Schritt ermöglicht haben! 2005 habe ich meine Ausbildung zur Ergotherapeutin abgeschlossen und 2008 nach einem berufsbegleitenden Studium zusätzlich den akademischen Grad der Diplom-Ergotherapeutin (FH) erhalten. Als Ergotherapeutin habe ich mehrere Jahre mit viel Freude mit behinderten und psychisch kranken Menschen gearbeitet, bevor ich im Jahr 2010 diese Arbeit zugunsten meiner eigenen Praxis aufgab.

Als Therapeutin ist man immer auf der Suche nach guten Fortbildungen. Da ich mich schon während meines Pädagogikstudiums für Autogenes Training und Fantasiereisen interessiert hatte, lag es nahe, mich in Entspannungsverfahren weiterzubilden und ab 2005 erwarb Kursleiterscheine für Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung sowie Entspannung für Kinder. 2008 kam die Ausbildung in Klangmassage dazu.

Nach meiner Grundausbildung in der Klangmassage war mir schnell klar, dass der Klang viel mehr zu bieten hat als Entspannung. Ich besuchte weitere Seminare am Peter Hess Institut und bin seit 2013 auch Peter Hess®-Klangpädagogin. Die Klangpädagogik ist ein Konzept der Lebensberatung, vergleichbar der psychologischen Beratung, das sich mit entsprechender Fachkompetenz auch psychotherapeutisch nutzen lässt. Jahr für Jahr erweitere und vertiefe ich meine Kenntnisse der Klangarbeit. Zurzeit bin ich intensiv mit dem Gongspiel beschäftigt.

Bereits im Jahr 2009 gründete ich meine Praxis Einklang. Wenige Tage nachdem ich den Mietvertrag unterzeichnet hatte, starb völlig unerwartet mein Vater. Das hat mich –ein Papakind – sehr mitgenommen und ich habe lange und intensiv getrauert. So konnte Einklang zu Beginn nur langsam Fahrt aufnehmen. Doch seit 2010 wächst es mehr und mehr und ich stecke voller Ideen und Tatendrang, die Klangmethoden mehr und mehr zum Wohl der Menschen in die Welt zu bringen.

Fachlich kompetent – von der Ergotherapeutin zur Heilpraktikerin für Psychotherpie

2011 legte ich nach intensiver Weiterbildung beim Gesundheitsamt der Region Kassel meine Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie ab, um meine Arbeit im Einklang fachlich und rechtlich abzusichern. Seitdem biete ich neben Entspannung und psychologischer Beratung auch psychische Heilbehandlungen an.

Schon in 2010 führte ich in Kooperation mit dem Peter Hess Institut Klangmassage-Schnupperkurse durch und seit 2011 auch die so genannten KliK-Workshops für die Arbeit mit Kindern. 2013 wurde ich zur Seminarleiterin für das Ausbildungsseminar Klangmassage 1 autorisiert und habe mit viel Freude Menschen in dieser wertvollen Entspannungsmethode ausgebildet. Und seit Herbst 2014 kann ich bei der Kasseler Volkshochschule Klangworkshops und Kurse zur Stressbewältigung anbieten und so die Klangmethoden einem noch breiteren Publikum zugänglich machen kann.

Die Leitung der Workshops und Seminare erwies sich als so erfüllend, dass ich Anfang 2016 beschloss, mich mit meinem eigenen Aus- und Weiterbildungskonezpt auf den Markt zu wagen. Ich bin gespannt, welchen Kurs es nehmen wird!

Drei Standbeine – Lehre und Therapie

Zurzeit nutze ich meine Arbeitskraft in verschiedenen Tätigkeitsbereichen. Zum einen lehre ich als freiberufliche Dozentin in der akademischen Ausbildung von Medizinalfachberuflern (Therapeuten, Pflegekräften, MFAs etc.) und bleibe dadurch immer in Kontakt mit den aktuellen Entwicklungen in der therapeutischen Welt.

Ein anderer Teil meiner Arbeitszeit gehört meiner Praxis und der Ausbildung in Klangmethoden. Die Arbeit mit dem Klang genieße ich jeden Tag. Ich liebe das Lächeln in den Gesichtern meiner Klienten und SchülerInnen, wenn sie sich nach Klangmassagen, Therapiesitzungen oder Ausbildungsseminaren entspannt und gestärkt wieder ihrem Alltagsleben zuwenden.

Seit Sommer 2019 arbeite ich in Teilzeit auch wieder angestellt. Nicht nur, aber auch durch die Musik (s.u.) habe ich nach Jahren der spirituellen Suche ab 2018 wieder eine Anbindung an die evanglische Kirche gefunden, die schnell zum Wunsch führte, einen Teil meiner Arbeitskraft im Bereich der Kirche einbringen zu dürfen. Mit der Übernahme der „Küsterinnenstelle“ in meiner Ortskirchengemeinde Niedervellmar ab Sommer 2019 hat sich dieser neue Herzenswunsch erstaunlich schnell erfüllt.

In meiner Freizeit lasse ich mir bei langen Spaziergängen gerne den Wind um die Nase wehen. Und meine künstlerische Ader lebe ich in der Seidenmalerei aus und beim Schreiben von Gedichten und Geschichten. Einige davon finden Sie als Download auf dieser Seite. Wenn sie Ihnen gefallen, dürfen Sie sie unter Angabe meiner Urheberschaft gerne kopieren und weiterreichen. Aber natürlich geht die Geschichte noch weiter.

Das tiefste Talent – die Musik nimmt sich ihren Raum

Es hat sich gezeigt, dass das Beständigste in meinem Leben der Wandel ist. So verwundert es nicht, dass ich mich auf der Suche nach meinen tiefsten Begabungen seit Sommer 2016 mehr und mehr in der Musik wiederfinde. Nach fast 20 Jahren Pause spielte ich erst einmal mit wachsender Begeisterung wieder Klavier. Ein Jahr später, im Sommer 2017, begann ich nicht nur mit dem Gitarrenspiel, sondern auch mit dem Singen. War der Start noch niederschwellig im Tenorregister des Pop-Gospelchors Open Arms in Vellmar, landete ich bald in der Kantorei Vellmar-Ahnatal, die damals noch unter der Leitung von Dorothea Harris anspruchsvolle Kirchenmusik einstudierte und präsentierte.

Gestatten: Ich 2019

Seit Oktober 2018 gönne ich  mir bei dem Kasseler Opernsänger und Gesanglehrer Lars-Oliver Rühl (hier geht´s direkt zu Lars) eine fundierte Ausbildung in klassischem Gesang, wechselte unter seiner Anleitung innerhalb kürzester Zeit vom Tenor zu meiner wahren Stimme in den Sopran und fand mich schon wenige Monate später erfolgreich im ambitionierten Laienchor Collegium Vocale zu St. Marien (Rosenkranzkirche) in Kassel unter der Leitung von Thomas Pieper sowie im Kasseler Bachchor, Leitung Norbert Ternes, wieder.

Ab Februar 2019 absolvierte ich bei der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte (kmf) der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck die Ausbildung zur Kirchensängerin und begleite seitdem mit großer Freude die Gottesdienste meiner Kirchengemeinde mit meinem Gesang. Ebenfalls seit 2019 erlerne ich verbunden mit der Ausbildung zur Kirchenmusikerin das Spiel an der großen Orgel, der  Königin der Instrumente. Sie hat mit ihrem Klangreichtum mittlerweile dem Klavier als Herzensinstrument den Rang abgelaufen, verbindet auf wunderschöne Weise  meine Liebe zum Klang und den Obertönen mit meiner Liebe zur Musik und ist neben dem Gesang mein liebstes musikalisches Standbein.

Aus simplem Zeitmangel kommen meine ungewöhnlichsten Instrumente, meine handpan, eine RavVast, ein Koto-Monochord und auch die großen Gongs bedauerlicherweise viel zu kurz. Sie müssen zurzeit einfach hinter der Entwicklung meines Gesangs und des Orgelspiels zurückstehen.  Aber ein neuer Sommer steht vor der Tür und auch wenn 2020 alles anders ist und Menschenansammlungen vermieden werden müssen, um die Ausbreitung von Covid-19 zu stoppen, kann ich mir gut vorstellen, zumindest meine BLUE und ihre Schwester Moon bald wieder einmal im Vellmarer Ahnepark zu spielen.

Auf den Wegen meines Lebens bin ich weit gekommen. Ein Ende ist nicht abzusehen und ich freue mich auf die nächsten Abenteuer.

 

Gestatten: BLUE

(Bilder: © Regina Kathrin Bolle)